Der Dokumentarfilm „Radioaktive Wölfe – Tschernobyls verbotene Wildnis“ zeigt, wie sich die Sperrzone um Tschernobyl nach der Reaktorkatastrophe von 1986 zu einem unbeabsichtigten Rückzugsraum für Wildtiere entwickelt hat. Im Mittelpunkt stehen Wölfe, die in der menschenleeren, weiterhin radioaktiv belasteten Landschaft leben, jagen und sich fortpflanzen. Der Film begleitet Wissenschaftler bei der Frage, ob die Tiere trotz Strahlung nur überleben — oder ob sie sich langfristig an diese extreme Umwelt angepasst haben.

Die Dokumentation zeigt ein ökologisches Paradox: Während die Sperrzone für Menschen gefährlich bleibt, profitieren zahlreiche Wildtiere und die Natur von der weitgehenden Abwesenheit menschlicher Nutzung, Jagd, Landwirtschaft und Besiedlung. Tschernobyl erscheint dadurch nicht nur als Mahnmal der Atomkatastrophe, sondern zugleich als unfreiwillig entstandenes Refugium der Natur — auch für den vielerorts verfolgten Wolf.